Leider muss mitgeteilt werden, dass Hans Eckstein, Protagonist des Buches „Rommels letzter Panzerkommandant“, gestern (25.2.) im Alter von 103 Jahren kurz vor seinem 104. Geburtstag verstorben ist. Bis zu seinem Tod begleitete ihn die Erinnerung an seine Dienstzeit im Zweiten Weltkrieg vor über 80 Jahren.
Zwei Jahre lebte Hans Eckstein in einer Welt aus Stahl, Stein und Sand. Er hat alle großen Schlachten des Afrikafeldzuges von Anfang an miterlebt und dabei die Entwicklung der deutschen Panzerwaffe vom Panzer I bis zum Panzer IV als Kommandant, Ladeschütze und Funker nachvollziehen können. Er war gewiss der letzte Zeitzeuge, der auf einen solchen militärischen Werdegang zurückblicken konnte. Er gehörte zu den wenigen Afrikakämpfern der ersten Stunde, die der Gefangenschaft bei der Kapitulation in Tunesien entgingen. Die weiteren Kriegsjahre sahen Eckstein in Sardinien, Korsika und Italien, zuletzt als Kommandant eines Sturmgeschützes.
Herr Eckstein hat offen und ehrlich von dieser Zeit berichtet und aufschlussreiche Einblicke in den Alltag eines Panzersoldaten gewährt. Gerne denke ich an die vielen gemeinsamen Nachmittage mit ihm zurück. Er hat sich immer gefreut, wenn meine Freundin und ich vorbeigekommen sind und ihm erzählt haben, wie viele Menschen im Internet sich für seine Lebensgeschichte interessieren. Mit ihm haben wir einen Freund aus einer anderen Zeit verloren, vor dem wir große Achtung und Respekt hatten.
Mach’s gut Hans!


