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Das fragwürdige Geschichtsbild von Micha Knodt von der Hersbrucker Zeitung

Soldaten der Wehrmacht sollen pauschal Täter gewesen sein? Das schrieb mir vorgestern Micha Knodt von der Hersbrucker Zeitung in einer Presseanfrage.

Mein Verlag erhält häufig derartige Fragenkataloge, die darauf abzielen sollen, mich an den öffentlichen Pranger zu stellen. Es passt eben nicht jedem, dass ich mit meinen Büchern auch deutschen Kriegsveteranen eine Stimme gebe.

Micha Knodt übertrifft hier aber alle seine Berufskollegen. Seine Frage Nr. 6 lautet:

„Ihre Bücher befassen sich mit den Tätern: Soldaten, Offiziere, SS-Leute usw. Warum schreiben Sie nicht auch über die zahlreichen Opfer des Krieges?“

Er hält also jeden einfachen Soldaten, jeden Offizier – denn genau von denen berichten meine Bücher – für einen „Täter“. Ein 17-jähriger deutscher Soldat, der zwangseingezogen und im Krieg schwer verwundet wurde, darf dann kein Opfer sein? Bemerkenswert! Dabei warnen uns doch Journalisten sonst so oft davor, zu pauschalisieren?

Noch fragwürdiger wird es bei Frage 7:

„Was möchten Sie den Opfern des Zweiten Weltkriegs, darunter sechs Millionen Juden, sagen?“

Die meisten Konzentrationslager befanden sich fernab der Front, die Opfer starben vor allem im Schatten des Krieges. Nachtrag: Herr Knodt hat sich hier inzwischen jedoch in einem Artikel selbst korrigiert.

Gerne hätte ich mit Micha Knodt seine Fragen und sein Geschichtsbild vertieft. Für ein Interview und Rückfragen stand er leider nicht mehr zur Verfügung.

Wenn auch Dein Opa im Zweiten Weltkrieg gekämpft hat, dann wehre Dich gegen solche Falschbehauptungen! Zeigt solchen „Journalisten“, dass wir so etwas nicht unkommentiert stehen lassen. Ich rufe jeden Krieger- und Soldatenverein in unserer Gegend dazu auf, sich von derartigen Äußerungen über unsere Soldaten zu distanzieren!

Schreibt der Hersbrucker Zeitung, was ihr darüber denkt, und verbreitet diesen Beitrag!

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