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Herbert Bellschan von Mildenburg – Mit der SS-Division „Nord“ in Finnland.

Herbert Bellschan von Mildenburg hat kein Blatt vor den Mund genommen, wenn man ihn nach seiner Dienstzeit in der 6. SS-Gebirgs-Division „Nord“ gefragt hat. Kurzvideos seiner Aussagen werden heute millionenfach in den sozialen Medien geklickt. Ich war in seinen letzten Lebensjahren mit ihm gut befreundet, habe ihn regelmäßig besucht und sein Leben mit ihm minutiös durchgesprochen. Bis zu seinem Tod war er überzeugt von dem, woran er glaubte, hat dies auch vehement ausgedrückt und verteidigt. Für mich als Jugendlichen war es eine eindrucksvolle Freundschaft und ich erinnere mich gerne an die vielen Stunden mit ihm zurück, in denen er in Erinnerungen schwelgte.

Herbert Bellschan von Mildenburg in der TV-Dokumentation „SS – Die letzten Zeugen“ Folge 2.
Herbert Bellschan von Mildenburg und Adrian Matthes 2014.

Herbert Bellschan von Mildenburg hat seine Erinnerungen zu Papier gebracht, die unter dem Titel: „Von Karelien bis Paraguay“ erschienen sind:

1924 in Klagenfurt geboren, schloss er sich während der Schulzeit dem Wandervogel an, aus welchem sich in den 1930er Jahren die „Illegale HJ Kärnten“ formierte. Im Untergrund warben die 10–14-jährigen für einen Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Als Anerkennung dafür ehrte Adolf Hitler den Verband mit einem Besuch. Diese persönliche Begegnung wurde für Herbert zum prägenden Ereignis. In den folgenden Jahren organisierte er maßgeblich den Aufbau der HJ in Klagenfurt und stieg bis zum Stammführer auf. Mit 17 Jahren meldete er sich freiwillig zur Waffen-SS und wurde zum Gebirgsjäger ausgebildet. Seinen Fronteinsatz erlebte er ab dem Winter 1942 mit der Division „Nord“ in Karelien. Auf Skiern und im Schein des Polarlichts fuhr sein Jagdkommando bis weit hinter die russischen Linien und wär später in der Schwimmwagen-Kompanie der Aufklärungs-Abteilung eingesetzt. Nach zwei arktischen Wintern wurde Herbert auf die Junkerschule abkommandiert und verblieb schließlich in Bad Tölz als jüngster Lehroffizier. Nach Kriegsende floh er aus dem KL Hallein, begann mit falscher Identität ein Studium in Wien und wurde vom amerikanischen Geheimdienst verhaftet. 1947 endlich in Freiheit wanderte er aus. Er fischte nach Langusten im Atlantik, schürfte nach Erzen in der Sahara, suchte nach Gold in Australien und ließ sich schließlich als Rancher in Paraguay nieder.

Aufnahmn von Herbert Bellschan von Mildenburg aus Fronteinsatz und Ausbildung.

Wer sich für seinen Zeitzeugenbericht interessiert, findet sein Buch hier:

Von Karelien bis Paraguay (only in German)

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