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Der letzte „Wüstenfuchs“

Der Tropenhelm mit seiner markanten Form ist unangefochten eines d e r Sinnbilder für den Wüstenkrieg des Deutschen Afrikakorps. Die stoffbezogene Kopfbedeckung aus gepresstem Kork hat sich auch unauslöschlich in das Gedächtnis des inzwischen 103jährigen Eckstein eingebrannt, einem der wohl letzten Afrikakämpfer. Bei meinem heutigen Besuch habe ich ihm einen originalen Tropenhelm mitgebracht, welchen ich kürzlich bei einer Auktion erworben habe. Das inzwischen zum begehrten Sammlerobjekt gewordene Relikt nochmals in den Händen zu halten, war für ihn eine eindrucksvolle Rückschau auf die lange zurückliegende Jugendzeit.

Adrian Matthes und Hans Eckstein 2025

Ganze 84 Jahre ist es her, dass Hans Eckstein mit dem ersten Truppenkontigent der Panzertruppe am 10. März 1941 in Tripolis angelandet wurde – an seinem 19. Geburtstag. Er erlebte in den folgenden zwei Jahren den gesamten Afrikafeldzug mit seinen Vorstößen und Rückzügen ohne Unterbrechung mit. Tobruk, Solum, Halfayapass, El Alamein…., all das sind Orte, die ihm heute noch nachhallen. Im Panzer war der Tropenhelm freilich hinderlich, erinnert er sich, die meiste Zeit lebte man aber neben, oder besser gesagt unter dem Panzer und dort war die Kopfbedeckung als Sonnenschutz bei brütender Hitze unabdingbar. Eckstein hatte Deutschland vor dem Krieg nie verlassen und die extremen Bedingungen in der nordafrikanischen Wüste waren seiner Erinnerung nach anfangs der größte Gegner. Vor Schlangen und Skorpionen fürchteten sich die deutschen Soldaten mehr als vor den britischen Truppen. Anfangs war die Wüste ein großes Abenteuer, berichtet Eckstein, schnell aber musste er der bitteren Realität ins Auge sehen. Sein Panzer wurde mehrfach abgeschossen, er verlor dutzende gute Freunde und erlebte einige der größten Panzerschlachten der Südfront mit. Als einziger der Kompanie durfte er 1943 bei der Kapitulation in Tunesien heimreisen. Nur knapp entrann er dabei dem Tod im Mittelmeer, als der He 111 auf dem Weg nach Sizilien ein Motor zerschossen wurde. Die weiteren Kriegsjahre sahen Eckstein in Sardinien, Korsika und Italien, bei der Schlacht am Monte Cassino. Zuletzt diente er als Kommandant eines Sturmgeschützes, wurde bei Bologna abgeschossen und ist mit einem steifen Arm bis heute schwer vom Krieg gezeichnet.

Seine bewegende Geschichte wurde im Buch „Rommels letzter Panzerkommandant“ aufgeschrieben und ist hier erhältlich.

Rommels letzter Panzerkommandant (only in German)

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