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„V2 Wirkungsbeobachtung“

Diese Woche habe ich wieder Oberleutnant Planck besucht und interessante Gespräche geführt. Mit ziemlicher Sicherheit ist er der letzte lebende Jet-Pilot der Luftwaffe. Es gibt kaum ein Kapitel des 2. Weltkriegs, das so kontrovers diskutiert wird wie der Einsatz der „Wunderwaffen“ in den letzten Kriegsmonaten.

Adrian Matthes und Oberleutnant Ulrich Planck, April 2026.

Planck war Flugzeugführer einer Arado 234 in der 1./(F) 123, einer Fernaufklärerstaffel, die mit ihren Jet-Spionageflugzeugen Luftfahrtgeschichte schrieb. Der Auftrag lautete, Aufklärung über Ostengland, insbesondere im Bereich Hull und Dover, durchzuführen sowie eine Schadensbewertung der V1- und V2-Einsätze gegen Antwerpen und London abzugeben. Dazu gehörte auch, die Einschlagskrater der V2-Fernraketen zu fotografieren. Teilweise waren die Maschinen dafür pünktlich zum errechneten Einschlagszeitpunkt im Luftraum über dem Zielgebiet. Senkrecht, aus der Grenze zum Weltraum kommend, schlugen die Raketen – beobachtet von den Piloten der ersten Düsenflugzeuge – in den Boden ein und hinterließen gewaltige Zerstörungen.

So sinnlos der Einsatz dieser „Wunderwaffen“ rückblickend, nur Wochen vor Kriegsende, gewesen sein mag, so waren es doch Augenblicke, in denen die technologische Überlegenheit des am Boden liegenden Deutschen Reiches aufblitzte. Der gepaarte Einsatz der Jets und der V2-Raketen läutete eine neue Ära der Kriegsführung ein.

Ulrich Planck mit dem Modell einer Ar 234.

Planck ist wohl der letzte Zeitzeuge, der davon aus erster Hand berichten kann. Seine Erinnerungen haben wir auf 450 Seiten aufgeschrieben, ergänzt durch seine umfangreiche Dokumentensammlung aus den Kriegsjahren.

Wer sich für das Thema interessiert, findet unser Buch – gerne auch mit Signatur – hier:

Vom Fernaufklärer über Eismeer und Nordsee zum Jet-Piloten

25,00 39,99  (inkl. 7 % MwSt)
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