Im Jahr 2026 leben nur noch sehr wenige Zeitzeugen, die aus erster Hand von ihren Erlebnissen als Soldaten im Zweiten Weltkrieg berichten können. Einer der Letzten des Jahrgangs 1922 ist Heinz Goertzen. Seine Jugendzeit als Bordfunker im Kampfgeschwader 55 habe ich auf 256 Seiten niedergeschrieben. Seine Geschichte ist inzwischen auch unter dem Titel „174 Missions“ ins Englische übersetzt worden.
In einem Buch lassen sich die Erlebnisse eines Menschen, ergänzt durch entsprechende Hintergrundrecherchen, ausführlich wiedergeben. Nur schwer jedoch lassen sich sein persönlicher Erzählstil sowie Gestik und Mimik vermitteln. Dieser Aufgabe hat sich die „Medienwerkstatt Franken“ mit ihrer Reihe „100-Jährige erzählen“ angenommen.
Ein Drehteam unter der Leitung des Filmemachers Michael Aue hatte Herrn Goertzen um ein Interview für einen Fernsehbeitrag im Franken Fernsehen gebeten. Dieser stimmte dem Vorhaben selbstverständlich gerne zu.
Die Aufnahmen entstanden kurz nach Goertzens 104. Geburtstag in seinem Wohnzimmer. Mehrere Stunden lang erzählte er ohne Pause aus seinem Leben und beantwortete die Fragen von Michael Aue. Für sein hohes Alter verfügt er über eine beeindruckend klare Stimme und Ausdrucksweise. Auf Bitte der Medienwerkstatt Franken habe ich gerne das benötigte Bildmaterial für den Dokumentarfilm übersandt und kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Der Film „100-Jährige erzählen: Heinz Goertzen“ wurde erstmals am 20. September 2026 im Franken Fernsehen ausgestrahlt und kann in der Mediathek unter folgendem Link angesehen werden:
Ich bedanke mich bei Michael Aue und der Medienwerkstatt Franken für die angenehme Zusammenarbeit und die gelungene Umsetzung des Films. Ebenso möchte ich die übrigen Filme der Reihe „100-Jährige erzählen“ empfehlen. Mein Dank gilt außerdem der Sparkasse Nürnberg, die den Film über Heinz Goertzen unterstützt hat.

Bei wem der Film Interesse geweckt hat, findet das Buch über Herrn Goertzen hier:








